Start der gemeinsamen Planung Grabenhof/Hinterschlund

Luzern, Kriens und LuzernPlus haben eine Absichtserklärung für die gemeinsame Planung der Areale Hinterschlund und Grabenhof erarbeitet. Darin wird festgelegt, gemeinsam ein schrittweises, etappiertes Vorgehen für das Gesamtareal zu definieren.

Die Stadt Luzern besitzt in der Stadt Kriens drei grosse Grundstücke: im Mattenhof das Areal, auf dem die Pilatus Arena gebaut werden soll, die Familiengärten Grabenhof und die Bauzone Hinterschlund. Im Rahmen der Planungen LuzernSüd gibt es bereits gemeinsam erarbeitete stadträumliche Richtlinien. Für die Areale Grabenhof und Hinterschlund wurden in den letzten Jahren zahlreiche Nutzungsvorschläge diskutiert: Schulhaus und Freiraumnutzungen im Grabenhof, Zwischennutzung Carparkierung und Fernbusterminal im Hinterschlund, Ökihof und Gewerbezentrum Hinterschlund. Die Stadträte Kriens und Luzern sind seit längerem im Gespräch. Auf Vermittlung von LuzernPlus hin kam es am 28. April 2020 zu einem "Stadtgespräch", das nun zu einer Absichtserklärung für die gemeinsame Planung der Areale Hinterschlund und Grabenhof führte. Darin wird festgelegt, gemeinsam ein schrittweises, etappiertes Vorgehen für das Gesamtareal zu definieren. Das genaue Verfahren ist noch festzulegen (z.B. Machbarkeitsstudie, Testplanung, Studienauftrag etc.). Die Vorbereitungsarbeiten dazu sollen im Jahr 2020 gestartet werden, die Durchführung wird im Jahr 2021 angestrebt. Eine Arbeitsgruppe aus VertreterInnen der beiden Gemeinden und dem Gebietsmanager LuzernSüd soll die weiteren Schritte festlegen.

Carparkierung und Fernbusterminal sind nicht mehr auf diesem Areal vorgesehen. Für die Entwicklung eines attraktiven Lebensraumes und Stadtteils sind die städtebauliche Qualifizierung und die Vernetzung beider Areale mit den bestehenden Strukturen wichtige Voraussetzungen. Gleichzeitig sind Abstimmungen mit dem gemeindeübergreifenden Entwicklungskonzept LuzernSüd, Vertiefungsgebiet IV, der vorhandenen und zukünftigen Erschliessung (Ausbau Ringstrasse/Mattenplatz mit Neuanbindung Industriestrasse und Umsetzung Bogenweg) sowie der anstehenden Revision der Ortsplanung zwingend. Die Freiräume entlang des Schlimbachs und des Bogenweges sollen als robustes Gerüst für die weitere Entwicklung des Stadtraumes gesichert, qualitätsvoll und frühzeitig umgesetzt werden. Der Nutzungsmix mit Bereichen für lärmintensive Arbeiten, Gewerbecluster, Dienstleistungen, Wohnen, Freiraum, öffentliche Nutzungen sowie Spiel- und Freizeitnutzungen wird unter Berücksichtigung der Lagequalitäten und individueller Interessen gemeinsam festgelegt. Private Grundeigentümer innerhalb des Grabenhofs und weitere betroffene Eigentümer aus dem Gebiet LuzernSüd werden miteinbezogen.

Übergeordnete Zielsetzungen:
+ Bogenweg als übergeordnete Rad- und Gehwegverbindung sichern 
+ Ökologische Ausgleichsflächen entlang des Schlimbachs sichern 
+ Öffentlich zugängliche Frei- und Aufenthaltsräume entlang von Bogenweg und Schlimbach schaffen

Areal Grabenhof: 
+ Erschliessung ab Ringstrasse inklusive Anbindung Industriestrasse und 
+ Schaffung von attraktiven Verbindungen für den Langsamverkehr und Vernetzung mit umliegenden Quartieren 
+ Spiel- und Freizeitanlage nach dem Vorbild der Langmatt 
+ Wohn- und Arbeitsflächen 
+ Reserveflächen für die spätere Realisierung einer Schulanlage

Areal Hinterschlund: 
+ Erschliessung ab Ringstrasse bzw. Kreuzstrasse und Vernetzung Langsamverkehr mit dem Bestand 
+ Wohn- und Arbeitsflächen 
+ reine Arbeitsflächen / Gewerbepark, Ökihof

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