Pilatus Arena kann gebaut werden

Der Einwohnerrat der Stadt Kriens hat am 25. Juni mit grosser Mehrheit dem Bebauungsplan für die Pilatus Arena und der damit verbundenen Teilzonenplanänderung zugestimmt. «Wir freuen uns sehr über die breite Unterstützung im Parlament», sagt Toni Bucher, Verwaltungsratspräsident der Pilatus Arena AG. «Nun werden wir mit voller Energie und sportlichem Tempo den Bau angehen.» Die Vereine sind darauf angewiesen, die Halle möglichst rasch benutzen zu können. Zudem konnte der Krienser Stadtrat klare Aussagen machen zur neuen Spiel- und Freizeitanlage, die als Kompensation zur dichten Überbauung vorgesehen ist. Mit der Stadt Luzern ist eine entsprechende Absichtserklärung zu Stande gekommen. Luzern ist Eigentümerin des Grundstücks Grabenhof, auf dem die Anlage realisiert werden soll.

 

Die Verantwortlichen der Pilatus Arena hatten das Projekt nach der ersten Lesung aufgrund der Entscheide des Einwohnerrats noch teilweise angepasst. «Das führte dazu, dass die Pilatus Arena jetzt in allen politischen Lagern getragen wird», erklärt Toni Bucher. Man habe sehr viel Zustimmung aus allen Fraktionen und der Bevölkerung erhalten.

Höhere Mehrwertabgabe, hoher Zeitdruck und attraktives Wohnkonzept 
Nach Verhandlungen mit der Stadt Kriens hat sich die Pilatus Arena AG bereit erklärt, statt der ursprünglich vorgesehenen 2 Millionen Franken neu 5.7 Millionen Franken Mehrwertabgabe an Kriens zu zahlen. «Das war nur möglich, weil für die Eigentumswohnungen inzwischen ein noch attraktiveres Konzept erarbeitet wurde. Dazu gehören neu beispielsweise gemeinsam Co-Working-Spaces, Lieferungen aus dem Restaurant oder der gemeinsame Wellness- und Sportbereit. Das rechtfertigt einen etwas höheren Preis», so Toni Bucher. Zudem sei man darauf angewiesen, dass der Bau der Pilatus Arena 2021 gestartet werden kann: «Jede weitere Verzögerung würde die Kosten für das Projekt weiter erhöhen.»

«Drastisch»: Heutige Hallen genügen nicht mehr 
Auch aus sportlicher Sicht ist der Zeitdruck hoch. Die Vereine sind dringend darauf angewiesen, die Halle möglichst rasch benutzen zu können. Nick Christen, Initiant der Pilatus Arena und CEO des HC Kriens-Luzern: «Die aktuelle Situation zeigt drastisch, wie schwierig die Lage ist. Wenn wir uns für die zweite Runde der EHF Euroleague qualifizieren, müssen wir unsere Spiele in Sursee oder Zürich austragen. Die Hallen in Kriens und Luzern genügen den Vorschriften der Europäischen Handball Federation EHF und den Anforderungen der TV-Stationen nicht mehr.» Neben der erhöhten Mehrwertabgabe haben die Verantwortlichen auch das Verkehrskonzept weiter verfeinert und die Anliegen des Quartiers berücksichtigt. Zudem wurden knapp 400 zusätzliche Veloparkplätze eingeplant (Total nun 1549).

Vereinbarungen mit Ankernutzern und Baueingabe als nächste Schritte 
Als nächste Schritte werden nun konkrete Verhandlungen mit den Ankernutzern der Halle geführt und Vereinbarungen erarbeitet. Gleichzeitig wird die Baueingabe vorbereitet. Im Herbst 2020 startet die Vermarktung der Wohnungen, die zur Finanzierung der Halle nötig sind.

Pilatus Arena: Moderne Sport- und Eventarena für 4’000 Zuschauer 
Die Pilatus Arena ist eine neuartige Sport- und Eventarena mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Sie wird über modernste Sport- und Eventinfrastruktur verfügen und Platz für 4’000 Zuschauer bieten. In der Pilatus Arena soll künftig nationaler und internationaler Indoorsport wie Handball, Tennis, Hallenfussball, Volleyball, Basketball stattfinden. Auch für andere Sportgrossanlässe ist die Arena ein idealer Veranstaltungsort. Zudem bietet die Infrastruktur beste Voraussetzungen für Konzerte, Kongresse, Tagungen sowie weitere Veranstaltungen. Die Pilatus Arena kann eine wichtige infrastrukturelle Lücke für den Hochschulsport und Schulsport, für lokale Vereine sowie die Nachwuchsförderung schliessen.

Gesamtinvestitionen von über 200 Millionen Franken 
Um die Pilatus Arena entstehen zur Finanzierung der Halle als Mantelnutzung rund 410 Miet- und Eigentumswohnungen. Giuliani Hönger Architekten, Zürich, haben 2018 den breit abgestützten Studienauftrag gewonnen. Das Projekt orientiert sich an der Erfolgsgeschichte der Swissporarena auf der Allmend. Die beiden Co-Investorinnen Helvetia Versicherungen und Eberli Sarnen haben mit der Pilatus Arena AG eine gemeinsame Projektgesellschaft «Pilatus Arena AG» gegründet, an der sich nun auch die Halter AG beteiligt. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich nach heutigen Schätzungen auf über 200 Millionen Franken. Davon kostet die Pilatus Arena rund 39 Millionen Franken. Finanziert wird die Pilatus Arena durch Beiträge von Kanton (4 bis 6 Millionen Franken aus Swisslos-Lotterieerträgen des Kantons Luzern) und Bund (3 Millionen aus dem Nationalen Sportanlagenkonzept NASAK), durch private Investoren sowie durch den Mehrwert, der dank der Mantelnutzung auf dem Areal realisiert werden kann.

Bestens erschlossenes 
Areal Gebaut wird die Pilatus Arena im Raum Mattenhof in der Stadt Kriens auf einem Grundstück, das der Stadt Luzern gehört. Das Areal hat eine Fläche von 12'859 m2 und ist mit S-Bahnstation, Buslinie, Veloachse und Nähe zur Autobahn bestens erschlossen. Die Stadtluzerner Stimmbevölkerung hatte im Januar 2016 einem Kaufrechtsvertrag für die Pilatus Arena AG mit grosser Mehrheit zugestimmt. Der Spatenstich ist für 2021 vorgesehen.

www.pilatusarena.ch inkl. Videoclip.

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