Kriens, Horw und Luzern nehmen die Konzeptstudie SüdAllee zur Kenntnis

Die SüdAllee führt in LuzernSüd vom Eichhof bis zur Horwer Seebucht. Eine Konzeptstudie definiert die unterschiedlichen Strassenabschnitte bezüglich der Funktion und der Gestaltung. Die Ergebnisse aus zwei öffentlichen Mitwirkungsveranstaltungen sind eingeflossen. Der Stadtrat Kriens, der Gemeinderat Horw und der Stadtrat Luzern haben nun die Konzeptstudie SüdAllee zur Kenntnis genommen.

Die SüdAllee ist ein verbindendes Mobilitäts- und Gestaltungselement in LuzernSüd. Sie erstreckt sich von der Arsenalstrasse beim Eichhof in der Stadt Luzern, durch Kriens bis zum Horwer Seebecken. In der Kon-zeptstudie steht der öffentliche Raum im Mittelpunkt, um die Quartiere und Treffpunkte mit einer identitäts-stiftenden und den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werdenden Durchwegung zu verbinden. Dazu haben die Stadt Kriens, die Gemeinde Horw und die Stadt Luzern Ende 2017 die Konzeptstudie zur Süd-Allee in Auftrag gegeben. Die Koordination bei der Ausarbeitung und im Mitwirkungsprozess hat LuzernPlus mit dem Gebietsmanagement LuzernSüd übernommen. Von Beginn an war der Grundsatz, dass es keinen Durchgangsverkehr für den motorisierten Individualverkehr im Kuonimattquartier gibt. Zum Start der Konzeptstudie hat am 21. März 2018 im Mitwirkungsprozess der erste öffentliche Workshop stattgefunden. Aufgrund der sehr grossen Resonanz der Anwohnerschaft des Kuonimattquartiers wurden Vertreter in die Projektentwicklung mit einbezogen. Gründe für die Resonanz waren die Befürchtungen von Durchgangsverkehr, der neuen Führung der Buslinie 16 und der Veloweg mit möglichen hohen Tempi von E-Bikes durch das Wohnquartier. Die Beiträge der Beteiligten sind in die Vertiefung der Studie eingeflossen. Die Ergebnisse der Studie wurden den Anwohnern an der zweiten öffentlichen Mitwirkungsveranstaltung vom 12. September 2018 präsentiert. Die Rückmeldungen wurden mittels Fotoprotokoll dokumentiert und sind veröffentlicht. Der Stadtrat Kriens, der Gemeinderat Horw und der Stadtrat Luzern haben diese Konzeptstudie nun zur Kenntnis genommen. Für die drei Gemeinden ist die Konzeptstudie SüdAllee eine langfristige Projektidee, die Umsetzung erfolgt etappiert mit Einbezug der Betroffenen. Der Stadtrat Kriens plant als nächstes die vorgezogene Realisierung des Velowegs ausserhalb des Kuonimattquartiers durch den Grabenhof und den Hinter Schlund, den sogenannten «Bogenweg». Die SüdAllee ist in drei Teilabschnitte gegliedert. Jeder Abschnitt ist stadträumlich unterschiedlich geprägt und hat unterschiedliche verkehrliche Funktionen. Der Abschnitt Eichhof bis Kreisel Mattenhof ist eine wichtige verkehrsorientierte, siedlungsverträgliche Verbindung in den hier entstehenden neuen Wohnquartieren. Die Erdgeschossnutzungen sollen die Strasse beleben. Im Abschnitt Kuonimatt vom Mattenhof bis Kreisel Steinibach ist die SüdAllee keine Durchgangsstrasse für Autos. Die Buslinie bleibt auf der Rosen- und Kreuzstrasse. Die Velohauptroute Nord-Süd führt nicht durch die Kuonimatt, dazu soll künftig der Bogenweg ausserhalb des Quartiers dienen. Die SüdAllee durch die Kuonimatt wird ein Gestaltungselement für Fuss- und Radverkehr mit Funktionen für das Quartier. Denkbar ist die Gestaltung als Begegnungszone mit Tempo 20 und Bäumen. Die Technikumstrasse in Horw hat Potential zur Aufwertung. Die Hochschule Luzern entwickelt den Campus weiter. Die Konzeptstudie zur SüdAlle fliesst deshalb in den Studienauftrag zur Weiterentwicklung des Campus Horw ein.

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