Gesamtstrategie LuzernSüd: Regelwerk LuzernSüd öffentliche Auflage 1.-30. September 2020

Das Regelwerk LuzernSüd fasst die bisherigen Planungen für LuzernSüd in einem regionalen Teilrichtplan und einem regionalen Konzept zusammen und schafft damit die Behördenverbindlichkeit und Planungssicherheit. Die öffentliche Auflage erfolgt vom 1. bis 30. September 2020. LuzernPlus hat alle wichtigen Informationen rund um das Regelwerk LuzernSüd in einem Kurzfilm zusammengefasst. Die Gesamtstrategie LuzernSüd wird hier skizziert.

Das räumliche Entwicklungskonzept des gemeindeübergreifenden Lebensraums LuzernSüd baut auf den vorhandenen Qualitäten und Potenzialen des öffentlichen Raumes auf. Drei Bänder – Autobahnpark, SüdAllee und Promenade – bilden das identitätsstiftende Rückgrat, das LuzernSüd in Nord-Süd-Richtung strukturiert und charakterisiert. In Ost-West-Richtung werden Freiraumverbindungen entlang von Bebauungskanten und Bachläufen ausgebildet, welche die verschiedenen Siedlungsschwerpunkte miteinander vernetzen sowie historische Verbindungen zwischen den bestehenden Ortszentren stärken. So entsteht ein robustes Gerüst von Stadt- und Freiräumen, das den Rahmen für die Entwicklung zu einem lebendigen Lebensraum mit eigener Identität bildet. Offene und vielfältige Strukturen ermöglichen Koexistenz. Die Zugänglichkeit und Aneignungsfähigkeit sind das Ziel der Gestaltung der Freiräume. Das zentrale Prinzip ist die Koexistenz: gleichberechtigtes Neben- und Miteinander der unterschiedlichen, am urbanen Leben beteiligten Bevölkerungsgruppen. Die Durchmischung birgt das Potenzial für kurze (Fuss-)Wege und die Belebung des öffentlichen Raumes als Voraussetzung für die Entwicklung urbaner Qualitäten. Die Vielfalt gilt es zu fördern. Differenzierte Wohnangebote sind Grundlage für eine soziale Durchmischung; Nutzungsmischungen sind Voraussetzung von Arealüberbauungen; Freiräume werden als Möglichkeitsräume gestaltet. LuzernSüd ist lesbar. Prägnante Freiraumstrukturen und städtebauliche Dominanten schaffen Orientierung und machen Zusammenhänge erfahrbar. Zukünftige stadträumliche Situationen wirken bildhaft, wenn sie für unterschiedliche Geschwindigkeiten – für Fussgänger, Velo- und Autofahrende gleichermassen – lesbar und wiedererkennbar sind, wenn sie Zeigecharakter haben und einprägsam sind. Die Entwicklung fusst auf der Stärkung des öffentlichen Verkehrs und des Fuss- und Veloverkehrs bei gleichzeitiger Steuerung des motorisierten Individualverkehrs. Der motorisierte Individualverkehr wird dank attraktiver Angebote im öffentlichen Verkehr und für den Fuss- und Veloverkehr entsprechend der Belastbarkeit des Strassennetzes stabilisiert. Attraktive Fuss- und Veloverkehrsachsen sind als hochwertige direkte Verbindungen ausgebildet und bilden zusammen mit den Wegen in den Quartieren ein kohärentes, stimmiges Wegnetz. Ein gebietsbezogenes Verkehrsmanagement mit zeitweisem Dosieren des Autoverkehrs an bestimmten Stellen sichert das fahrplangerechte Abwickeln des Busverkehrs und die Funktionalität des Strassennetzes. Dank eines kontinuierlichen Ausbau des Busangebots, der zusätzlichen Haltestelle Horw-See und der längerfristigen Verdichtung des Intervalls der S-Bahn gilt das Gebiet dereinst gemäss ÖV-Güteklassen als „sehr gut erschlossen“. Das als Steuerungsinstrument ausgebildete systematische Monitoring und Controlling ermöglicht die angestrebte Abstimmung von Nutzungen und Verkehr im Sinne einer zukunftsfähigen Mobilität bei gleichzeitig hohen und dichten Nutzungen. Der Lebensraum LuzernSüd entwickelt sich in einem langfristigen Transformationsprozess. Die Gestaltung eines eindeutigen, robusten, öffentlichen Raumes steht im Mittelpunkt. Die Gestaltung des Stadtraumes gelingt durch die Koordination privater und öffentlicher Interessen mit unterschiedlichen Planungshorizonten. Die Sichtweisen der Anspruchsgruppen werden mit partizipativen Verfahren sichergestellt.

www.luzernplus.ch/luzernplus/news/start-oeffentliche-auflage-zum-regelwerk-luzernsued

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