Ein Megabau für Horws Zentrum

Stararchitektin Tilla Theus, zehn Millionen Franken für das Grundstück und das höchste Gebäude der Gemeinde: Im Dezember 2016 haben die Arbeiten für das erste Horwer Hochhaus begonnen. Der 44-Meter-Turm soll den Anfang des neuen Zentrums markieren – Luxuswohnungen sind aber keine geplant.

Nach einiger Anstrengung ist es geschafft: Das erste Stück Erde des Grundstücks beim Bahnhof-Kreisel fliegt durch die Luft. Das Hochhausprojekt in Horw feiert diesen Freitag den Spatenstich. Es beginnen die Arbeiten am «Leuchtturmprojekt», wie es Gemeindepräsident Ruedi Burkard nennt. In den nächsten drei Jahren werden 51 Mietwohnungen entstehen, verteilt auf 13 Etagen, im Erd- und Galeriegeschoss sollen Büros und Läden einziehen. Zusätzlich wird eine Tiefgarage gebaut. Die Bauherrschaft hat die ASGA inne, eine als Genossenschaft organisierte Pensionskasse, sie hat das Grundstück für zehn Millionen Franken gekauft.

Bei den entstehenden Wohnungen handelt es sich vor allem um Zwei- bis Dreizimmerwohnungen. Kurt Geser, Leiter Immobilien der ASGA, meint: «Angesprochen werden vor allem Einzel- und Doppelhaushalte.» Er verneint aber, dass die Wohnungen im Hochpreissegmentliegen werden. Der Wunsch der ASGA sei es, Wohnraum für die lokale Bevölkerung zu schaffen, so Geser. «Wir werden niemanden finden, der von Zürich hierherzieht, aber vielleicht aus Kriens oder aus der Stadt. Für diese Leute soll hier Wohnraum entstehen.» Zum Mietpreis könne er noch keine Angaben machen. «Wir werden den Mietpreis am Markt von 2019 anpassen müssen.» Gleichwohlkündigt Geser an: «Die Preise werden wohl etwas höher sein als die gängigen Mietpreise in Horw, aber es gibt keine Luxuswohnungen.»

Bis im Sommer 2019 sollen die Wohnungen bezugsbereit sein, ein ambitioniertes Ziel. Das Grundstück sei von seiner Geologie her nicht ganz einfach zu bearbeiten, sagt Hannes Schmuckli, Niederlassungsleiter Luzern der HRS. Dennoch gibt das Bauunternehmen für Kosten, Qualität und auch den Termin eine Garantie ab. Diese Garantie sei aber vor allem für die Bauherrschaft entscheidend, Horw profitiere davon nicht direkt, wie Burkard erklärt. Aber: «Wir sind natürlich daran interessiert, dass sich das Ganze nicht ewig hinzieht.»

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