Bypass: Bund macht vorwärts

Das Bundesamt für Strassen hält am Zeitplan für den Bau des Bypasses Luzern fest – und zwar unabhängig davon, wann und wie der Autobahnzubringer Spange Nord realisiert wird.

Das Projekt Bypass mit Kosten von 1,7 Milliarden Franken ist weit fortgeschritten. Die öffentliche Auflage soll im Frühjahr 2020 erfolgen. Ziel des Bypasses ist, den Engpass im Nationalstrassennetz zu beseitigen. Er soll die Erreichbarkeit der Luzerner Agglomeration für den motorisierten Individualverkehr und den ÖV verbessern. Mit dem Bau des Bypasses erhält Kriens eine attraktive Grünfläche auf dem Deckel der Autobahn inkl. Fussweg- und Veloverbindung vom Sonnenberg Richtung Allmend sowie attraktive neue Nutzungsflächen unter der Autobahn. Wenn alles nach Plan läuft, beginnen die ersten Arbeiten 2024, 2035 soll der Bau abgeschlossen sein.

Genug Zeit also, um auch die Spange Nord zu realisieren. Im Auftrag des Kantonsrats hat die Luzerner Regierung extern mögliche Varianten für den Autobahnzubringer prüfen lassen. In die engere Auswahl geschafft haben es sechs Varianten. Deren Überprüfung könne im Herbst 2019 abgeschlossen werden, sagt Baudirektor Robert Küng. Dann werde die Spange dem Kantonsrat zur Neubeurteilung vorgelegt. Danach kommt es zur entscheidenden Volksabstimmung. Wenn die Spange Nord vor dem Stimmvolk scheitert? «Aus verkehrstechnischer Sicht würde ich dies ausserordentlich bedauern», sagt Astra-Direktor Jürg Röthlisberger. Der Druck auf die Anschlüsse werde ohne Spange zunehmen. Dies vor allem während der Spitzenzeiten bei den Anschlüssen Luzern-Zentrum und Luzern-Kriens. «Die Wirkung des Bypasses wäre vermindert, aber nicht verloren», betont Röthlisberger.

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